Brasilianische Medien: Corinthians schulden Depay 4 Millionen Euro Gehalt und sagen, sein Jahresgehalt sei lächerlich hoch
6686 Sports berichtete am 5. November laut brasilianischen Medien UOL, dass der brasilianische Corinthians-Klub dem niederländischen Star Depay derzeit fast 4 Millionen Euro schuldet, hauptsächlich aus im Vertrag vereinbarten Auftrittsprämien, Torprämien und Unterzeichnungsgebühren. Die Nachricht wurde am vergangenen Mittwoch von Clubpräsident Omar Stabilai bei einer Vorstandssitzung offiziell bestätigt.
Depay kam 2024 mit großer Bekanntheit zu Corinthians und galt als Blockbuster-Neuzugang im brasilianischen Fußball. Als ehemaliger niederländischer Nationalspieler, der für europäische Spitzenklubs wie Manchester United, Lyon und Barcelona gespielt hat, steigerte seine Ankunft nicht nur die internationale Aufmerksamkeit von Corinthians erheblich, sondern ermöglichte es dieser alten Mannschaft aus Sao Paulo auch, einmal ihren Ehrgeiz unter Beweis zu stellen, mit europäischen Mannschaften um Stars zu konkurrieren.
Hinter dem Glamour steckt jedoch großer finanzieller Druck. Nach Angaben der brasilianischen Medien UOL haben Depay und der Verein tatsächlich fünf gültige Verträge gleichzeitig unterzeichnet, darunter einen Hauptarbeitsvertrag und mehrere Zusatzvereinbarungen. Nach dem ursprünglichen Plan sollten Corinthians am 15. September die zweite Unterzeichnungsgebühr in Höhe von knapp 1 Million Euro zahlen, konnten den Vertrag aber letztlich nicht fristgerecht erfüllen.
Angesichts des Risikos eines Zahlungsausfalls musste der Verein dringend mit Depay verhandeln. Die beiden Parteien haben sich im September auf einen Umschuldungsplan geeinigt: Die Rückstände in Höhe von rund 3 Millionen Euro werden in zwei Schritten zurückgezahlt – 1,5 Millionen Euro werden ab sofort bis Februar 2025 in monatlichen Raten gezahlt; die restlichen 1,5 Millionen Euro werden in einer Summe im März 2025 ausgezahlt.
Obwohl die Krise vorübergehend gelöst werden konnte, löste der Vorfall bei Corinthians starkes Nachdenken aus. Auf der Vorstandssitzung erklärte Rechtsdirektor Pedro Soares unverblümt, dass Depays Vertrag „ernsthaft von der Realität abweicht“. Er wies ausdrücklich darauf hin, dass im Vertrag klar festgelegt sei, dass Depay ein Nettogehalt nach Steuern erhält (das heißt, alle Steuern werden vom Verein getragen). Dies ist im aktuellen Umfeld allgemeiner Sparmaßnahmen im brasilianischen Fußball äußerst selten und kann sogar zu Problemen bei der Einhaltung von Steuervorschriften führen. Soares schlug vor, dass gegen das Führungspersonal, das die Vertragsunterzeichnung leitete, ermittelt werden sollte.